22. Jun 2007 16:45
Der deutsche TV-Produzent Hofmann ist an der Verfilmung des Entführungsfalls Kampusch interessiert. Doch der Medienberater der 19-Jährigen ließ ihn abblitzen.
Allerdings sagte der Medienberater Stefan Bachleitner der österreichischen Nachrichtenagentur APA, Kampusch habe derzeit kein Interesse an einer Verfilmung. «Es gibt daher keine Verhandlungen über die Filmrechte daran. Und es ist auch kein Treffen zwischen Herrn Nico Hofmann und ihr geplant - weder heute noch in absehbarer Zukunft.» Hofmann hatte der Zeitung gesagt, er treffe Natascha Kampusch am Freitag noch einmal. «Ich bemühe mich sehr um diese Geschichte. Mich interessiert vor allem die Frage, wie man unter solchen Umständen erwachsen wird.»
Seine Firma Teamworx hat bereits einige Fernsehfilme vor dem Hintergrund realer Ereignisse produziert hat. Dazu gehören «Der Tunnel», «Die Flucht» und «Dresden».
Kampusch war 1998 als Zehnjährige auf dem Weg zur Schule in einem Wiener Vorort gekidnappt worden und befreite sich erst am 23. August 2006 aus der achteinhalbjährigen Gefangenschaft in einer zum Verlies umgebauten Garage. Der Entführer beging Selbstmord mit einem Sprung vor einen Zug.
Bachleitner sagte, Hofmann habe sein Interesse an einer Verfilmung - so wie andere Produzenten - bei den Rechtsberatern von Kampusch bekundet. Natascha Kampusch habe aber noch nicht entschieden, ob es ein Film- oder Buchprojekt geben werde. Alle Angebote würden auf ihren Wunsch von Anwälten gesammelt. (AP)