12.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Helmut Schmidt
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Helmut Schmidt glaubt nicht mehr an Gott. «Er hat schlimme Dinge zugelassen», sagt der Altkanzler - Halt gebe ihm ein Mensch.
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat seinen Glauben an Gott verloren. «Ich würde mich heute nicht mehr auf Gott verlassen. Er hat schlimme Dinge zugelassen, er hat Auschwitz zugelassen», sagte Schmidt laut Mitteilung in der vorab aufgezeichneten ARD-Sendung «Menschen bei Maischberger». Persönlichen Halt gebe ihm nicht die Religion, sondern seine Frau Loki, mit der er am 27. Juni Eiserne Hochzeit feiert.
Schmidt äußerte sich besorgt darüber, dass heute weltweit eine Politikergeneration am Ruder sei, die selbst keine persönliche Kriegserfahrung habe, für die Krieg aber wieder zum politischen Mittel geworden sei. «Es ist leichter, in einen Krieg zu gehen, als anständig wieder herauszugehen», sagte Schmidt, der selbst im Zweiten Weltkrieg Oberleutnant war. (dpa)