netzeitung.deBeinamputation mit Taschenmesser

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Säge oder Klinge? (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Säge oder Klinge?
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Er war unter einem Baum eingeklemmt, das Handy hatte keinen Empfang - da schnitt sich ein 66-Jähriger kurzerhand den Unterschenkel ab, um der lebensbedrohlichen Situation zu entgehen.

Ein 66 Jahre alter Kalifornier hat mit einem Taschenmesser seinen linken Unterschenkel abgetrennt, um sich aus einer lebensbedrohlichen Situation zu befreien. Wie die nordkalifornische Zeitung «Auburn Journal» am Mittwoch berichtete, war Al Hill beim Bäume fällen in einem entlegenen Waldgebiet im Bezirk Placer County von einem umstürzenden Baum getroffen worden.

Über zehn Stunden war sein linkes Bein eingeklemmt. Niemand hörte die Schreie des Mannes. Er konnte auch telefonisch keine Hilfe herbeirufen, da sein Handy keinen Empfang hatte. Erst nach Stunden stieß ein Nachbar auf den Verletzen, der dann per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Selbstamputation in einer Felsenschlucht
Vor vier Jahren hatte es in den USA einen ähnlichen Fall gegeben. Damals rettete sich ein Hobby-Bergsteiger mit einer dramatischen Selbstamputation das Leben. Aron Ralston war in einer engen Felsschlucht im US-Bundesstaat Utah fünf Tage unter einem Felsbrocken eingeklemmt und hatte sich nur durch das Abschneiden seines Arms befreien können.

Ebenfalls 2003 schnitt sich ein australischer Bergmann drei Kilometer unter Tage mit einem Klappmesser seinen eingeklemmten Unterarm ab. Der 44-jährige Colin Jones arbeitete allein in einem Kohlenstollen im östlichen Bundesstaat New South Wales, als seine Zugmaschine umstürzte und den Arm unter sich begrub. Er habe sich zu der Selbstamputation entschlossen, weil das Fahrzeug hätte Feuer fangen können und er nicht auf Retter warten wollte, erzählte der Bergmann später. (dpa)