Rostocker Camp der G8-Gegner überfüllt
04.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Henner sagte, in den Camps wolle man eine Atmosphäre schaffen, die deeskalierend auf die Protestler wirke. Die Polizei müsse aber mithelfen, forderte der Camp-Sprecher. Die zahlreichen Kontrollen vor den Camps seien kontraproduktiv. Aus den Reihen der Globalisierungskritiker war nach den Ausschreitungen am Samstag in Rostock Kritik gekommen, die Polizei habe die Randalierer provoziert. Von dieser Darstellung distanzierten sich allerdings die Organisatoren der zunächst friedlichen Demonstration.
Der Protestzug war eskaliert, als gewaltbereite Autonome einen Polizeiwagen angriffen und anschließend Pflastersteine warfen, Autos in Brand setzten und damit die Demo ins Chaos stürzen ließen. Sowohl die Organisation als auch die Polizei waren von der Gewalt überrascht worden. Inzwischen wird darüber diskutiert, wie man am besten gegen Randalierer speziell den so genannten schwarzen Block vorgehen soll, um bei weiteren Demos gegen den am Mittwoch startenden G8-Gipfel in Heiligendamm solch massive Gewalt zu verhindern. (nz/AP)

