netzeitung.deStrom gekappt - Schwerkranke gestorben

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Folole Muliaga, die wegen ihrer Krankheit seit Monaten nicht arbeiten konnte (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Folole Muliaga, die wegen ihrer Krankheit seit Monaten nicht arbeiten konnte
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eine lungenkranke Neuseeländerin war dringend auf ihre Sauerstoff-Pumpe angewiesen. Da sie mit umgerechnet 90 Euro im Rückstand war, wurde ihr der Strom abgestellt - mit fatalen Folgen.

In Neuseeland ist eine Frau gestorben, nachdem ein Energiekonzern ihr trotz einer schweren Krankheit wegen Zahlungsrückständen die Stromzufuhr gekappt hatte.

Ein Verwandter sagte in einem Radiointerview, die vierfache Mutter habe den Mitarbeiter des staatlichen Konzern Mercury Energy ins Haus gebeten und darauf hingewiesen, dass ihr Überleben vom Funktionieren einer Sauerstoffpumpe abhänge. Dennoch sei der Strom abgestellt worden.

Tödlicher Kollaps wegen Atemnot
Kurze Zeit später bekam die 44-Jährige demnach Atemschwierigkeiten und brach zusammen. Dem Notarzt gelang es nicht mehr, die Frau zu reanimieren. Mercury-Energy-Chef James Moulder äußerte sich bestürzt über den Vorfall. Es werde untersucht, was genau passiert sei.

Moulder versicherte, die Stromversorgung für das Haus in Auckland werde wiederhergestellt. Die trauernde Familie hatte dort eine Nacht im Dunkeln verbringen müssen.

Die 44-Jährige hatte vier Kinder im Alter von 5 bis 20 Jahren. Sie war Lehrerin, konnte ihrer Arbeit aber wegen der Erkrankung seit Februar nicht nachgehen. Der Zahlungsrückstand belief sich auf 168,4 neuseeländische Dollar (umgerechnet 90 Euro). Die Polizei nahm Ermittlungen auf. (AP)