24. Mai 2007 15:34
Noch immer ist es nicht gelungen, die zwei im Sacramento River verirrten Buckelwale in den Pazifik zurückzulocken. Nachdem Metallgerassel als Wegweiser nicht funktionierte, haben die Meeresbiologen eine neue Idee.
Sollten die Walgesänge als Köder scheitern, könnten flussaufwärts zur Abschreckung auch die für Buckelwale bedrohlichen Töne eines Killerwals eingesetzt werden. Diese Geräusche wurden bei dem Angriff eines Killerwals auf zwei Grauwale aufgenommen.Vor fast zwei Wochen hatte die Odyssee der Tiere durch das Flussdelta ins Landesinnere begonnen. In den vergangenen Tagen zogen sie weite Kreise unter einer Brücke nahe Rio Vista, mal flussaufwärts, mal flussabwärts. Biologen und Mitarbeiter der Küstenwache, die sich verzweifelt um die Rettung der Tiere bemühen, sind besorgt, dass die Wale immer schwächer werden. Ihre Haut sei in dem Flusswasser bereits stumpf geworden, und mehrere Wunden, die vermutlich von Schiffsschrauben stammen, würden nicht verheilen.
Am Montag hatten die Wissenschaftler erstmals zu drastischeren Mitteln gegriffen und mit Metallrohren Krach geschlagen. Die Methode ist allerdings umstritten, denn die lauten Geräusche könnten die ohnehin gestressten Tiere noch mehr irritieren. «Bis jetzt gibt es keine Anzeichen dafür, dass wir mit dem Krach Erfolg haben», sagte ein Sprecher des Meeressäuger-Zentrums in Sausalito. «Wir haben es mit sehr großen Tieren zu tun, die uns die Rettung nicht einfach machen».