netzeitung.deRiesenwellen lösen in Indonesien Panik aus

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Neue Riesenwellen riefen Erinnerungen an den Tsunami von Weihnachten 2004 wach. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Neue Riesenwellen riefen Erinnerungen an den Tsunami von Weihnachten 2004 wach.
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Riesenwellen haben an der Südküste Indonesiens die Erinnerung an den Tsunami vom 26. Dezember 2004 wachgerufen. Unter den Einwohnern brach Panik aus.

Tausende Menschen fühlten sich an den verheerenden Tsunami von Weihnachten 2004 erinnert und rannten um ihr Leben: Bis zu sieben Meter hohe Wellen haben an der indonesischen Südküste mehrere hundert Hütten und Fischerboote zerstört und Panik unter Einwohnern ausgelöst. Die Wellen krachten am Freitagnachmittag plötzlich an die Strände.

Auf der Ferieninsel Bali, wo jedes Jahr tausende deutsche Urlauber übernachten, verhängten mehrere strandnahe Hotels Badeverbot. Menschen kamen nach ersten Berichten nicht zu Schaden. Nach Angaben der nationalen Meteorologiebehörde seien derzeitige extreme Strömungen und die Konstellation von Sonne und Mond für die ungewöhnlich raue See verantwortlich.

Ruhe nach dem Sturm
«Am Nachmittag erhob sich das Meer plötzlich», sagte Ayu, eine Empfangsdame des Ramada-Hotels am Strand von Kuta auf Bali, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Samstag. «Wir haben unsere Gäste gewarnt und sie aufgefordert, den Strand zu verlassen. Es ist nichts passiert. Heute ist alles ruhig wie zuvor.»

Das Meer war von Banda Aceh im Norden Sumatras entlang der mehr als 2000 Kilometer langen Küste bis nach Bali aufgewühlt. In der Provinz Aceh, wo durch den Tsunami vor gut zwei Jahren 170.000 Menschen ums Leben kamen, brach Panik aus, ebenso an den Küsten Javas. Dort waren im vergangenen Sommer 600 Menschen durch einen Tsunami ums Leben gekommen.

Ungewohnt starke Winde auf dem Ozean
Fischerfamilien, die in Strandnähe leben, rannten auf höher gelegene Gebiete landeinwärts. Hunderte verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Zahlreiche Hütten in Strandnähe wurden fortgerissen, berichtete der Onlinedienst Detik.com. Fischerboote wurden an Land geschleudert und zerbarsten.

Nach Angaben des Wetterdienstes bliesen ungewöhnlich starke Winde über den Indischen Ozean. Meteorologen warnten vor den Flutwellen und forderten Touristen und Küstenbewohner auf, sich nicht zu nahe an der Küste aufzuhalten.

Nach Überzeugung des Desasterwarnzentrums von Thailand müssen die Asiaten sich auf eine Serie von Beben einstellen. Seit dem Tsunami 2004 seien an den Gräben zwischen tektonischen Platten in der Region verstärkte Aktivitäten festgestellt worden. Der Direktor des Zentrums, Smith Dharmmasaroj, hatte Jahre vor dem Tsunami vor einem solchen Desaster gewarnt. (dpa)