Riesenwellen lösen in Indonesien Panik aus
19.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf der Ferieninsel Bali, wo jedes Jahr tausende deutsche Urlauber übernachten, verhängten mehrere strandnahe Hotels Badeverbot. Menschen kamen nach ersten Berichten nicht zu Schaden. Nach Angaben der nationalen Meteorologiebehörde seien derzeitige extreme Strömungen und die Konstellation von Sonne und Mond für die ungewöhnlich raue See verantwortlich.
Das Meer war von Banda Aceh im Norden Sumatras entlang der mehr als 2000 Kilometer langen Küste bis nach Bali aufgewühlt. In der Provinz Aceh, wo durch den Tsunami vor gut zwei Jahren 170.000 Menschen ums Leben kamen, brach Panik aus, ebenso an den Küsten Javas. Dort waren im vergangenen Sommer 600 Menschen durch einen Tsunami ums Leben gekommen.
Nach Angaben des Wetterdienstes bliesen ungewöhnlich starke Winde über den Indischen Ozean. Meteorologen warnten vor den Flutwellen und forderten Touristen und Küstenbewohner auf, sich nicht zu nahe an der Küste aufzuhalten.
Nach Überzeugung des Desasterwarnzentrums von Thailand müssen die Asiaten sich auf eine Serie von Beben einstellen. Seit dem Tsunami 2004 seien an den Gräben zwischen tektonischen Platten in der Region verstärkte Aktivitäten festgestellt worden. Der Direktor des Zentrums, Smith Dharmmasaroj, hatte Jahre vor dem Tsunami vor einem solchen Desaster gewarnt. (dpa)

