17. Mai 2007 08:09
Seit Jahren lebt der Bulle «Shambo» in einem Tempel in Wales. Nun ist er krank - und sollte getötet werden. Der Protest dagegen hatte nun Erfolg.
Eigentlich hätte das kranke Tier in den nächsten Tagen eingeschläfert werden sollen. «Shambo» lebt seit Jahren im Tempel Skanda Vale im Westen von Wales. «Wir sind froh über diese Reaktion der Behörden auf unsere ernste Sorge um »Shambo«», sagte ein Tempelsprecher. «Die Tötung einer heiligen Kuh auch nur in Erwägung zu ziehen, ist doch ein Sakrileg.» Es gehe um eine Lösung, die den britischen Vorschriften und zugleich den hohen Werten des Hinduismus gerecht wird, der das Töten von Kühen verbiete.
Der Fall «Shambo» beschäftigt Hindu-Gemeinden in aller Welt. Die Behörden entschlossen sich zu einem Kompromiss: Die Anordnung zur Tötung bleibt bestehen, aber sie ist nun nicht mehr mit einem Termin verbunden. Der Bulle wird inzwischen in Isolation in einem extra angefertigten Schrein gehalten. Der Tempel Skanda Vale ist ein klösterliches Zentrum, das drei hinduistische Schreine hat und neben Rindern auch einen Elefanten hält. Im Jahr kommen über 90.000 Pilger. (dpa)