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«Gumball»-Autorennen nach Todesfall gestoppt

04. Mai 2007 09:50
In Deutschland wurden schon am 30. April Gumball-Teilnehmer gestoppt
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In Berlin standen schon Polizisten bereit, um die illegal rasenden Autofahrer aufzuhalten. Doch die Rallye ist gar nicht erst in die deutsche Hauptstadt gekommen. Ein Unfall ist schuld daran.

Die britische Luxusauto-Rallye «Gumball 3000», deren Fahrer am Freitag in Berlin erwartet wurden, ist nach einem tödlichen Unfall abgesagt und vorzeitig im slowakischen Bratislava beendet worden. In Mazedonien waren am Mittwoch zwei Teilnehmer in einen Unfall verwickelt worden, bei dem ein 67-Jähriger starb, teilte das britische Außenamt am Donnerstagabend mit. Der Mann aus Mazedonien erlitt einen Herzanfall.

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Die seit 1999 ausgetragene «Gumball» wird jährlich in London gestartet. Sie wird in Deutschland von den Verkehrsbehörden als illegales, privates Autorennen eingestuft. In diesem Jahr sollte das nunmehr vorzeitig beendete Rennen über Amsterdam zum Flughafen Frankfurt- Hahn und von dort per Flugzeug nach Istanbul führen. Über Athen, Tirana und Dubrovnik sollte es zurück nach Deutschland auf die Rennstrecke EuroSpeedway in der Lausitz und nach Berlin gehen. Das Ziel sollte wie immer London sein.

Die Polizei in Berlin hatte sich nach Angaben eines Sprechers auf die Ankunft der Autos vorbereitet und wollte keineswegs ein Rennen in der Stadt zulassen. Sammelpunkt für die Fahrzeuge sollte die Straße am 17. Juni sein. Zahlreiche Lamborghinis, Bugattis und Rolls-Royce- Karossen waren bereits Anfang der Woche in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen von der Polizei angehalten worden.

Keine offizielle Siegerehrung

Offiziell gibt es keine Siegerehrung für die schnellsten Wagen. Intern und im Internet kursieren allerdings Rankings, bei denen unter anderem die erreichten Geschwindigkeiten und die Höhe der kassierten Strafgelder als Kriterien dienen. Wichtig sind auch Originalität der Fahrzeuge und die Partys in den Etappenorten. Vorbild sind die so genannten Cannonball-Rennen aus den USA, die auch in Filmen mit Burt Reynolds (Deutscher Titel: «Auf dem Highway ist die Hölle los») populär wurden.

Problematisch sind nach Meinung von Experten insbesondere die zahlreichen Verkehrsverstöße mit den auf den ersten Blick nicht erkennbaren Rennwagen und die Einstellung, dass mit Geld jedes Problem zu lösen sei. Das Rennen hat längst eine erhebliche kommerzielle Bedeutung als Werbeträger und dient als Vorbild für PC- Spiele. (dpa)

 
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