Charité-Schwester wollte vor Zeugen töten
02.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Staatsanwaltschaft wirft der ehemaligen Schwester zusätzlich noch zwei Mordversuche vor. Dafür will Irene B. jedoch nicht verantwortlich sein. Während sie selbst aussagte, aus Mitlied getötet zu haben, wirft ihr die Staatsanwaltschaft niedrige Beweggründe vor. Am Mittwoch sollten mehrere Ärzte sowie der Direktor der Klinik für Innere Medizin, Gert Baumann, als Zeugen befragt werden.
Einige der bekannten Vorfälle waren zwar der pflegerischen Stationsleiterin gemeldet worden, doch die griff erst Monate später ein. Nach den Vorwürfen im Prozess hatte die Charité in der vergangenen Woche erste personelle Konsequenzen gezogen und die Stationsleiterin vom Dienst suspendiert.
Nach einer Anzeige seitens der Klinik war Irene B. im vergangenen Oktober verhaftet worden. Sie sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihr eine lebenslange Freiheitsstrafe. (nz)

