30. Apr 2007 19:35
In Böblingen haben tausende Polizisten Abschied von ihrer in Heilbronn ermordeten Kollegin genommen. Eine heiße Spur zu dem Täter gibt es bisher nicht.
Einen konkreten Verdacht auf die Täter gibt es bisher nicht - trotz mehr als 400 Hinweisen aus der Bevölkerung. Noch sichtlich mitgenommen von dem Verbrechen tritt Baden- Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) ans Rednerpult in dem vollbesetzten Gotteshaus. «Wir fühlen uns hilflos, sprachlos und gelähmt vor Entsetzen», sagt er mit brüchiger Stimme. Und fügt hinzu: «Wir sind ohnmächtig vor Wut.» Neben der Trauer um die tote Polizistin eint die Anwesenden die Sorge um deren schwer verletzen Kollegen. Der Zustand des 24-Jährigen ist nach wie vor kritisch. Er liegt mit einer schweren Kopfwunde im Koma und wird im Krankenhaus rund um die Uhr von Beamten bewacht.
«Wir wissen nicht, wer die Täter waren. Deshalb müssen wir jederzeit damit rechnen, dass sie versuchen, den einzigen Zeugen um die Ecke zu bringen», sagt ein Polizeisprecher am Montag. Die einzige Spur, die laut Ermittler derzeit als Erfolg versprechend bezeichnet werden könnte, ist die Aussage eines Zeugen, der kurz nach der Tat einen blutverschmierten Unbekannten in ein Auto springen sah.