Der DPolG-Vorsitzende Wolfgang Speck kritisierte: «Momentan haben wir allein in Deutschland 16 unterschiedliche Waffenregister, ein Zugriff wie nach einer solchen Tat wie in Heilbronn ist dabei sehr schwierig und dauert lang.» Daher sei ein europäisches Waffenregister notwendig. Schließlich gebe es Länder wie in Osteuropa, wo Waffen einfacher erworben werden könnten. Ein Passant hatte die 22 Jahre alte Polizeibeamtin und ihren Kollegen am Mittwoch kurz nach 14.00 Uhr auf dem Heilbronner Festgelände gefunden. Sie lagen mit Kopfschüssen neben ihrem Dienstwagen. Ihre Dienstwaffen und die Handschellen fehlten. Mit dem Obduktionsergebnis im Fall der toten Polizistin rechneten die Ermittler im Laufe des Freitags. Es soll jedoch nicht bekannt gegeben werden, da es sich bei dem Inhalt um Täterwissen handeln könnte.
Polizisten aus ganz Baden-Württemberg wollen an diesem Montag in Böblingen mit einem Trauerzug der ermordeten Polizistin die letzte Ehre erweisen. Anschließend wollen die Polizisten in einer Trauerfeier in der Stadtkirche St. Dionysius der 22-Jährigen gedenken. Die Beamtin war seit anderthalb Jahren bei der Bereitschaftspolizei Böblingen im Einsatz. (dpa)