netzeitung.deSchatzsucher lassen Freund verbluten

 Herausgeber: netzeitung.de

Eine Schatzsuche hat in Ägypten zwei Menschen den Tod gebracht. Ein Mann verblutete, weil er so den Weg offenbaren sollte.

Es hört sich an wie das Skript eines schlechten Films: Drei Männer sollen einen Freund als Menschenopfer getötet haben, um an einen Schatz zu gelangen.

Die Männer hätten zunächst gemeinsam mit ihrem Freund in dessen Haus in der oberägyptischen Stadt Kena nach einem «aus 21 Einzelstücken bestehenden antiken Schatz» gesucht, der dort nach Angaben eines «weisen Mannes» liegen sollte, wie die Polizei mitteilte. Als dieser Mann erklärte, um den Schatz zu finden, benötigten sie das Blut des Hausbesitzers, opferten die Männer den Freund. Sie stachen so lange mit einem Messer auf ihn ein, bis er starb, und ließen ihn ausbluten. Seine Leiche wurde am vergangenen Donnerstag gefunden.

Einer der Verdächtigen starb später nach einem Verhör durch die Polizei. Die Polizei gab «Selbstmord» als Todesursache an. Doch die Justizbehörden in Kena gehen nach eigenen Angaben vom Dienstag inzwischen Vorwürfen seiner Familie nach, die glaubt, der junge Mann sei auf der Polizeiwache mit Schlägen und Elektroschocks zu Tode gefoltert worden. (nz)