12.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wie soll er weg? Knut-Hype nervt die Leute
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Interesse am Eisbärenbaby Knut nimmt ab. Viele Leute sind laut einer Umfrage sogar regelrecht genervt von dem Pelztier.
Das Eisbärenbaby Knut aus dem Berliner Zoo ist in den vergangenen Wochen ein großes Thema in den Medien gewesen. Doch nach einer Forsa-Umfrage für den Nachrichtensender n-tv (10. April, 1001 Befragte) interessiert sich jetzt nur noch ungefähr jeder Dritte (29 Prozent) für Berichte über das Eisbärenbaby.
Einer Mehrheit von 39 Prozent der Deutschen sind Berichte über Knut inzwischen egal und 30 Prozent der Befragten sind von der Berichterstattung über den kleinen Bären sogar schon genervt.
Insbesondere bei Frauen (34 Prozent) und bei den älteren Bürgern ab 60 Jahren (40 Prozent) ist das Interesse an den Berichten über Knut noch häufiger vorhanden als beim Durchschnitt.
Sieben Minuten für KnutUngeachtet dessen nimmt der Besucherandrang im Berliner Zoo augenscheinlich kein Ende. Weil immer mehr Menschen das putzige Eisbären-Baby sehen wollen, musste der Zoo jetzt die Besuchszeit von zwölf auf sieben Minuten kürzen, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte. Rund 15.000 Besucher bestaunten am Mittwoch den inzwischen 14 Kilogramm schweren Knut.
Schon am Eingang des Zoos standen die Menschen mehr als 30 Minuten an, wie der Sprecher sagte. In den kommenden Tagen - in Berlin sind noch Ferien - erwartet der Zoo wieder einen Ansturm der Knut-Fans. Die Besucher drängen sich vor dem Bärengehege in einem Rotationsverfahren. Kinder werden nach vorne durchgelassen; Erwachsene müssen mit der zweiten Reihe vorlieb nehmen. 17 Sicherheitskräfte hat der Zoo engagiert, um dem Ansturm Herr zu werden und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Knut war am 24. März erstmals Besuchern im Zoo vorgestellt worden. Der Hype um den am 5. Dezember geborenen Bärennachwuchs geht indes unvermindert weiter: T-Shirts, Knut-Stofftiere und andere bärige Artikel finden Medienberichten zufolge reißenden Absatz. (nz/AP)