11.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Das Mädchen zwischen Mutter Lai Sinh und der Halbschwester Kandy.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Berliner haben ihren Knut, Hamburg freut sich über einen kleinen Elefanten. Das fast 100 Kilogramm schwere Mädchen tapste wenige Stunden nach der Geburt schon mit der Herde durchs Gehege.
Und noch mehr Tierbabys: Wochenlang haben sich die Tierfreunde in der ganzen Welt über das Berliner Eisbärbaby Knut gefreut, nun haben auch die Hamburger einen Grund mehr, auch in ihren eigenen Tierpark zu pilgern: Bei Hagenbecks hat am Mittwochmorgen ein Elefant das Licht der Welt erblickt. Das 96 Zentimeter große und 80 bis 100 Kilogramm schwere Mädchen ist gesund und munter, wie der Tierpark mitteilte.
Viertelstunden-GeburtEin Name muss aber erst gefunden werden. «Noch heißt es Baby, es wird aber in den nächsten Tagen einen schönen Namen bekommen», sagte Tierpark-Sprecherin Stefanie Herhudt. Es sei noch zu klären, ob die Pfleger den Namen auswählen oder dies in einem öffentlichen Wettbewerb geschehe.
Die Geburt sei schnell und ohne Komplikationen verlaufen. «Nach etwa 15 Minuten war die Kleine auf der Welt und bereits nach nur zehn Minuten auf den Beinen», teilte der Tierpark mit. Am Vormittag tapste das Elefantenbaby bereits mit den zehn weiteren Mitgliedern der asiatischen Elefantenherde durch das Gehege.
Es war die erste Geburt, seit die Herde Tag und Nacht in einer neuen Freilaufhalle beisammen ist. Daher konnte die Geburt wie in der Natur üblich im Beisein weiterer Elefanten-Kühe stattfinden. «Die ganze Herde hat der werdenden Mutter zur Seite gestanden», sagte Herhudt. Ein Eingriff durch den Tierarzt und die Pfleger sei nicht nötig gewesen, was nicht selbstverständlich sei.
Mit einem Bullen sowie zehn Elefanten-Kühen und Kälbern in verschiedenen Altersgruppen lebt in Hamburg eine der größten Gruppen, die weltweit in Zoos gehalten werden. Der Tierpark feiert am 9. Mai seinen 100. Geburtstag. (AP/nz)