netzeitung.de«Ich spüre, wie sie sich entspannt»

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Nur das Beste - Herrchen lenkt die Energie (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nur das Beste - Herrchen lenkt die Energie
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Positive Energie im Übungsraum - auf jeder zweiten Matte reibt sich ein Hund wohlig den Rücken. In Metropolen wie New York und Los Angeles ist Hunde-Yoga bereits schwer angesagt. Bilderschau: Bilder vom Hunde-Yoga

Am Ende der Yoga-Stunde räkeln sich die Teilnehmer entspannt in der «nach oben gerichteten Bauch-Position» - alle viere von sich gestreckt und auf dem Rücken. Vor allem die eine Hälfte der Gruppe scheint diese Übung besonders zu genießen: Auf jeder zweiten Matte reibt sich ein Hund wohlig den Rücken. Die Tiere nehmen gemeinsam mit ihren Herrchen und Frauchen an einem Hunde-Yoga-Kurs teil, den der Tierschutzbund von Seattle neuerdings anbietet.

Die Hunde seien begeistert vom Yoga, sagt Kursleiterin Brenda Bryan, sie reagierten sehr positiv auf die Energie im Übungsraum. «Wenn wir anfangen, beruhigen sich alle Hunde», erklärte die Yoga-Lehrerin, die die Übungen für den Kurs zusammen mit ihren eigenen Hunden «Gus» und «Honey» entwickelt hat. Sie zog außerdem Experten zu Rate, unter anderem in Metropolen wie New York und Los Angeles, wo Hunde-Yoga bereits schwer angesagt ist.

Leilani ist Star des Kurses
Bryans Konzept basiert auf einer ständigen Interaktion der Tiere mit ihren Besitzern, wie die Leiterin erläutert. Die menschlichen Teilnehmer beschäftigen sich mit den traditionellen Yoga-Übungen, halten dabei jedoch ständig Körperkontakt mit ihren Hunden. Unter anderem nutzen sie die Tiere bei der Übung «nach unten gerichteter Hund» als Kopfkissen. Die Hunde ruhen sich unterdessen auf den Matten aus oder verbringen die Zeit mit einem Nickerchen.

Andere Übungen dienen speziell den Tieren, wie etwa Massage- und Krauleinheiten. Bryan ermahnt ihre Teilnehmer dabei immer wieder, den Hunden nicht zu viel zuzumuten. «Seien Sie nicht zu ehrgeizig», sagt sie. «Respektieren Sie die Position Ihres Hundes und bedenken Sie, dass er auf unsere Energie reagiert.» Star des Kurses ist die winzige Pudeldame «Leilani». «Ich spüre, wie sie sich entspannt», sagt ihre Besitzerin Suanna Nagata über die elf Jahre alte Hündin.

Ziel des Unterrichts sei es vor allem, den Besitzern neue Wege zur Beschäftigung mit ihren Tieren aufzuzeigen, sagt Eve Holt vom Tierschutzbund des Bezirks Seattle/King im US-Staat Washington: «Zu 80 Prozent geht es um Spaß.» Und den genießen auch der schwarze Labrador «Magnet» und seine Besitzerin Emily Keegans. «Ich liebe Yoga und habe sehr viel zu tun», sagt Keegans. «Es ist einfach toll, Zeit mit ihm zu verbringen.» (Donna Gordon Blankinship, AP)