netzeitung.deBrunos Mutter muss hinter Gitter

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Lupe Brunos Mutter muss hinter Gitter

Nein, erschossen werden solle sie nicht, beruhigen italienische Behörden die besorgte Öffentlichkeit. Doch wegen ihrer Raubzüge müsse Braunbärin Jurka bald gefangen werden.

Knapp ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Braunbär Bruno in Bayern bereitet nun seine Mutter Jurka den Behörden in ihrer italienischen Heimat Kopfzerbrechen. Die Behörden hätten bereits erwogen, sie genau wie Bruno erschießen zu lassen, hieß es in Medienberichten. Die wurden jedoch gleich dementiert: «Es ist nicht realistisch, dass wir Jurka erschießen werden», stellte Claudio Groff, Sprecher der Provinz Trient, klar.

Jurka, die immer wieder in der Region auftaucht und ab und zu Tiere reißt, soll in ein Gehege gesperrt werden. Die Behörden müssen nur noch zustimmen.

Wie Bruno frisst seine Mutter Jurka immer wieder Schafe und Hühner und kommt dazu ohne Scheu in bewohnte Gegenden. Im Januar wurde die neunjährige Bärin mit ihrem jüngsten Nachwuchs gar auf den Skipisten von Madonna di Campiglio gesichtet und von Touristen fotografiert. «Sie ist die Lebhafteste unter unseren 21 Bären», sagte Alberta Voltolini, eine Sprecherin des Adamello-Brenta-Parks, in dem die Tiere leben.

Die Leiche von Bruno liegt derweil in Bayern weiter auf Eis. Es sei aber sicher, dass er ausgestopft und in einem «wissenschaftlich seriösen Umfeld» der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde, sagte der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums, Roland Eichhorn. (dpa)