30.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Knut und seine Fans
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Rund 10.000 Besucher drängen sich angeblich täglich im Berliner Zoo, um Eisbärbaby Knut zu sehen. Deshalb passt nun jemand auf ihn auf.
Der Mann sieht aus, als würde er sonst an Clubeingängen entscheiden, wer rein darf und wer nicht. Nun jedenfalls passt der füllige Mann mit geschorenem Kopf, Rockerbart und Sonnenbrille auf den derzeit größten Star Berlins auf: Am Gehege von Eisbärbaby Knut hält er die Schaulustigen in Schach.
Wie «Bild» berichtet, ist der Mann seit Donnerstag am Zaun postiert, um einzuschreiten, wenn die Fans des weißen Bären zu weit gehen. Und es soll noch zwei weitere Wachmänner geben, schreibt die Zeitung.
Doch muss man gar nicht mehr in den Zoo gehen, um Anteil zu haben an der Knut-Hysterie. Schließlich wird der Knut-Kuchen gerade verteilt:
Eine neunjährige Schülerin singt à la «Schnappi» den Knut-Song «Knut der kleine Eisbär». Die Berliner Volksbank wird laut «Bild» demnächst eine Bankcard mit einem Knutbild anbieten.
Zum DraufbeissenDVDs, Schlüsselanhänger und anderes Merchandising sind nur noch eine Frage der Zeit, schließlich hat sich der Zoo die Marke Knut schützen lassen. Einen Knut-Plüschbären gibt es bereits - und das in verschiedenen Ausführungen. Der im Zoo angebotene Stoff-Knut wurden innerhalb der ersten drei Tage 3000 Mal verkauft.
Den Knut-Klingelton, das Knut-Handyvideo unnd Knut-Logo gibt es genauso wie Poster und Anstecker. Und schließlich gibt es Knut auch bald zum Draufbeissen: als Gummibärchen. Bleibt abzuwarten, was passiert, wenn Knut nicht mehr «cute», sondern ausgewachsen und gefährlich ist wie jedes Raubtier. (nz)