27.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Knut
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Berliner Zoo will künftig die Schaulust aller Tierparkbesucher am Eisbärenbaby Knut befriedigen. Dazu soll das Tier in ein anderes Gehege verlegt werden.
Das Eisbärkind Knut soll bald länger als bisher zwei Stunden am Tag zu sehen sein. Wie der Direktor des Westberliner Zoologischen gartens, Bernhard Blaszkiewitz, der «Berliner Zeitung» sagte, wird derzeit geprüft, ob der Bär noch in dieser Woche in ein besser einsehbares Gehege umgesiedelt wird. Grund ist der immense Menschenandrang vor dem Freigehege, in dem Knut seit Samstag zu sehen ist. Einige Besucher bekommen den kleinen Bären derzeit gar nicht zu Gesicht.
In den kommenden Tagen soll auch der Handel mit Knut-Fanartikeln anlaufen. «Knut sollte eigentlich eine Woche später der Öffentlichkeit vorgestellt werden», sagte der Kaufmännische Direktor des Zoo, Gerald Uhlich, der Zeitung. Bis dahin wären auch die Fanartikel fertig gewesen. Am Dienstag seien die ersten Postkarten mit drei verschiedenen Knut-Motiven im Zoo eingetroffen. Bislang wurde nur eine Knut-Postkarte für ein Euro verkauft. Die 2400 Plüscheisbären, die seit Freitag im Zoo zum Kauf angeboten wurden, waren laut Zeitung bereits am Montag ausverkauft.
Die Berliner Volksbank hat jetzt eine neue EC-Karte mit dem Knut- Motiv herausgebracht. Mit Knut und dem Spitzmaulnashornbaby Zawadi stünden jetzt elf verschiedene Tiermotive zur Auswahl, wie die Bank mitteilte. Die Bankkarte sei auch mit zahlreichen Vergünstigungen verbunden. Karteninhabern werde beispielsweise Rabatt auf alle Jahres- und Eintrittskarten des Zoos gewährt.
Knut wird auch Super-Models den Rang ablaufen. Als erstes Tier in der Geschichte des Lifestyle-Magazins «Vanity Fair» ziert das Eisbärkind den Titel der nächsten deutschen Ausgabe, wie das Magazin am Dienstag in Berlin mitteilte. Zusätzlich zur 16-seitigen Titelgeschichte «Ich, Knut - Ein Weltstar aus Deutschland» mit vielen Fotos gebe es in dem am Donnerstag erscheinenden Heft auch noch ein «Eisbären-Special». Wie eine Sprecherin sagte, hat es auch in den USA bisher noch kein Tier auf das «Vanity-Fair»-Cover geschafft. (nz/dpa)