Baby offenbar aus dem Fenster geworfen
18.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Am Sonntagmittag wurden wie bereits am Tag zuvor zahlreiche Wohnungen in dem rund 20 Stockwerke hohen Hochhaus überprüft - zunächst ohne Ergebnis, wie die Polizei mitteilte. Das DNA-Muster der Mutter werde in der kommenden Woche erwartet, hieß es. Es werde versucht, den genauen Tatablauf auch anhand der festgestellten Verletzungen des Babys zu rekonstruieren, um Hinweise auf das Tatmotiv und das Profil der Frau zu erlangen, teilte Polizeisprecherin Karina Sadowsky weiter mit.
Möglicherweise sei es auch an einem anderen Ort zu Tode gestürzt worden. Die Rechtsmediziner rieten der Mutter in jedem Fall dringend, sich möglichst schnell in ärztliche Behandlung zu begeben. Parallel dazu liefen die Ermittlungen der Polizei in verschiedene Richtungen, unter anderem in Verbindung mit der Plastiktüte, in der das Mädchen gefunden wurde, und der Suche nach Spuren im Zusammenhang mit der Entbindung. Dazu ist es laut Polizei notwendig, nochmals die Anwohner aufzusuchen und zu befragen.
Einem Spaziergänger war am Samstagmittag auf dem Rasenstück hinter dem Hochhaus eine Plastiktüte aufgefallen, aus der kleine menschliche Gliedmaßen herausragten. Er hatte die Polizei informiert, die daraufhin die Ermittlungen übernahm. Vor fast genau zwei Jahren war ebenfalls in einer Hamburger Hochhaussiedlung die Leiche der völlig abgemagerten siebenjährigen Jessica gefunden worden, deren Eltern sie in einem verdunkelten Zimmer völlig verwahrlost sich selbst überlassen hatten. (AP)

