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Baby offenbar aus dem Fenster geworfen

18. Mrz 2007 13:31, ergänzt 16:28
Hochhaus am Fundort des Babys in Hamburg
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Von der Mutter des in Hamburg gefundenen toten Babys fehlt weiter jede Spur. Das Neugeborene wurde womöglich aus dem Fenster des Wohnhochhauses geworfen.

Ein neugeborenes Mädchen ist in Hamburg auf unvorstellbar herzlose Weise umgebracht worden: Das lebende Baby wurde offenbar aus einem Hochhaus im Stadtteil Osdorf in den Tod geworfen. Nach den Ergebnissen der Obduktion der Babyleiche, die am Samstagmittag auf einem Rasenstück hinter dem Hochhaus gefunden worden war, starb das Kind an schweren Verletzungen nach einem Sturz aus großer Höhe. Hinweise auf die Mutter gab es zunächst nicht.

Am Sonntagmittag wurden wie bereits am Tag zuvor zahlreiche Wohnungen in dem rund 20 Stockwerke hohen Hochhaus überprüft - zunächst ohne Ergebnis, wie die Polizei mitteilte. Das DNA-Muster der Mutter werde in der kommenden Woche erwartet, hieß es. Es werde versucht, den genauen Tatablauf auch anhand der festgestellten Verletzungen des Babys zu rekonstruieren, um Hinweise auf das Tatmotiv und das Profil der Frau zu erlangen, teilte Polizeisprecherin Karina Sadowsky weiter mit.

Neugeborenes hat vor dem Sturz gelebt

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Nach ersten Ergebnissen der Obduktion der Babyleiche hatte das Mädchen nach der Geburt gelebt. Todesursache waren demnach Sturzverletzungen aus großer Höhe. Eine Sturzgeburt sei damit nicht gemeint, sondern eher eine Höhe von vielen Metern, ergänzte Polizeisprecherin Sadowsky. Damit stehe aber noch nicht fest, dass das Baby am Fundort und damit aus dem Hochhaus geworfen wurde.

Möglicherweise sei es auch an einem anderen Ort zu Tode gestürzt worden. Die Rechtsmediziner rieten der Mutter in jedem Fall dringend, sich möglichst schnell in ärztliche Behandlung zu begeben. Parallel dazu liefen die Ermittlungen der Polizei in verschiedene Richtungen, unter anderem in Verbindung mit der Plastiktüte, in der das Mädchen gefunden wurde, und der Suche nach Spuren im Zusammenhang mit der Entbindung. Dazu ist es laut Polizei notwendig, nochmals die Anwohner aufzusuchen und zu befragen.

Plastiktüte auf Wiese gefunden

Die Ermittler vertrauen dabei nach eigenen Angaben weiterhin auf die Kooperationsbereitschaft der Bewohner. Zeugen, die im Bereich des Hochhauskomplexes verdächtige Beobachtungen gemacht haben, noch machen oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, wurden gebeten, sich an die Polizei zu wenden.

Einem Spaziergänger war am Samstagmittag auf dem Rasenstück hinter dem Hochhaus eine Plastiktüte aufgefallen, aus der kleine menschliche Gliedmaßen herausragten. Er hatte die Polizei informiert, die daraufhin die Ermittlungen übernahm. Vor fast genau zwei Jahren war ebenfalls in einer Hamburger Hochhaussiedlung die Leiche der völlig abgemagerten siebenjährigen Jessica gefunden worden, deren Eltern sie in einem verdunkelten Zimmer völlig verwahrlost sich selbst überlassen hatten. (AP)

 
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