14. Mrz 2007 10:51
Stress und zuviel Internet halten die Japaner von den schönen Dingen des Lebens ab. Dazu zählt auch Sex, wie ein Familienexperte meint.
Und selbst unter Verheirateten lag die Rate nur geringfügig niedriger, nämlich bei 34,6 Prozent. «Das sind sehr schlechte Nachrichten für die Geburtenrate des Landes», meinte Kunio Kitamura, der Direktor der Japanischen Vereinigung für Familienplanung, die im November rund 2700 Fragebögen an zufällig ausgewählte Personen ausgegeben hatte. 636 Männer und 773 Frauen antworteten. Die Lage sei düster, sagte Kitamura. «Meine Forschung zeigt, dass, wer einen Monat lang keinen Sex hatte, vermutlich auch ein Jahr lang keinen hat.» Er machte dafür einerseits Stress im Arbeitsleben verantwortlich, andererseits seien in der vom Internet geprägten Gesellschaft physische Kommunikationsfähigkeiten verloren gegangen.
In einer Studie der Universität von Chicago zur sexuellen Zufriedenheit in 29 Ländern im vergangenen Jahr kam Japan auf den letzten Platz. 2005 landete Japan in einer Umfrage des Kondomherstellers Durex unter 41 Ländern ebenfalls auf dem letzten Platz: Demnach haben die Menschen dort 45 Mal im Jahr Sex, im weltweiten Durchschnitt sind es der Umfrage zufolge 103 Mal. Die Geburtenrate fiel 2005 auf ein Rekordtief von durchschnittlich 1,26 Kinder pro Frau. (AP)