09.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Lottoschein lag schon in der Mülltonne
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Das könnte mein Schein sein», dachte sich eine 80-Jährige als sie in der Presse von einem unbekannten Lotto-Gewinner las. Doch ihr Schein blieb unauffindbar - zunächst jedenfalls.
Doppeltes Glück hatte die 80-jährige Rentnerin aus dem Bergischen Land, die am vergangenen Wochenende den 13,7-Millionen-Euro-Jackpot des Deutschen Lottoblocks knackte. Wie WestLotto am Freitag berichtete, lag der Lottoschein mit dem Millionengewinn schon in der Mülltone, als der Seniorin nach Presseberichten über den unbekannten Gewinner die Idee kam: «Das könnte mein Schein sein».
Die 80-Jährige habe nach der Zeitungslektüre ihre ganze Wohnung auf den Kopf gestellt, um den Tippschein zu finden - vergeblich, berichtete die Lottogesellschaft. Zuletzt sei nur noch eine Stelle übrig geblieben: die Mülltonne. Dort fand sich schließlich der Lottoschein. Eine rasche Überprüfung der Zahlen bewies, dass es tatsächlich der Millionengewinn war.
Zahlen dem Horoskop entnommenDer Spielschein habe trotz der rauen Behandlung keinen Schaden genommen, so dass der Überweisung des 13,7-Milionen-Gewinns an die Rentnerin nichts im Wege stehe, betonte WestLotto. Den Gewinn will die Rentnerin der Lottogesellschaft zufolge mit ihrem Sohn und den Enkeln teilen. Die familieninterne Spielgemeinschaft habe Oma zur «Geschäftsführerin» bestimmt. Die Glückszahlen habe sie dem Horoskop einer Frauenzeitschrift entnommen.
Mit einem Teil des Gewinns will sich die 80-Jährige, die bisher in einer Mietwohnung lebt, laut WestLotto jetzt in einer edlen Altersresidenz einkaufen. Dort wolle die ehemalige Verkäuferin mit Blick auf Berge und Seen einen Lebensabend im Lottoreichtum genießen. Sohn und Enkel wollten sich ein Eigenheim bauen. (AP)