23.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Riesiges Loch im Erdboden reißt Häuser in die Tiefe
Mindestens drei Menschen werden vermisst, nachdem sich in Guatemala-Stadt ein riesiges Loch im Boden aufgetan und ganze Häuser mehr als hundert Meter in die Tiefe gerissen hat.
In Guatemala-Stadt hat sich am frühen Freitagmorgen ein riesiges Loch im Erdboden aufgetan und drei Häuser verschluckt. Drei Menschen wurden nach offiziellen Angaben vermisst. Rettungskräfte wagten es aus Sicherheitsgründen zunächst nicht, in das 100 Meter tiefe Loch vorzudringen. Die Erde in der Umgebung war instabil, und aus dem Loch drangen Lärm und ein übler Geruch, wie der nationale Katastrophenkoordinator Hugo Sanchez sagte.
Unmittelbar nach Entstehen des Loches vor Morgengrauen patrouillierte die Polizei in dem Viertel und forderte die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Später evakuierten die Sicherheitskräfte jedoch 1000 Häuser und brachten die Bewohner in Notunterkünften unter. Nach Angaben des Direktors des Instituts für Seismologie, Vulkanologie, Meteorologie und Hydrologie, Eddie Sanchez, lösten ein undichter Abflusskanal und Regenfälle den Einsturz der Erdmassen aus. (AP)