netzeitung.deRentnerin stirbt an Norovirus-Infektion

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Norovirus (Foto: CDC<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Norovirus
Foto: CDC
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Seit mehreren Wochen verbreitet sich das Norovirus in Deutschland - besonders gefährdet sind ältere Menschen. Jetzt starb eine Rentnerin in Kassel an den Folgen der Magen-Darm-Infektion.

Eine Rentnerin aus Kassel ist an den Folgen einer Infektion mit dem ansteckenden Magen-Darm-Erreger Norovirus gestorben. Die Leiche der 79-Jährigen war nach Auskunft der Polizei am Samstag von einer Nachbarin entdeckt worden. Untersuchungen des Notarztes hätten die Folgen einer Infektion mit dem Magen-Darm- Erreger als Todesursache ergeben.

Symptome des Virus sind nach einer Inkubationszeit von 10 bis 15 Stunden abrupt einsetzendes Erbrechen, schwerer Durchfall und Bauchkrämpfe. Fieber tritt nur selten auf. Sie Symptome klingen normalerweise nach 72 Stunden ab. Der Verlust an Flüssigkeit, Elektrolyten und Salz kann lebensbedrohlich sein, wenn er nicht ausgeglichen wird. Als besonders gefährdet gelten alte und geschwächte Menschen.

Zigtausend Erkrankungen
Das Norovirus hat sich in den vergangenen Wochen epidemieartig in Deutschland verbreitet. Seit Oktober vergangenen Jahres hat das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 46.700 Erkrankungen registriert. Die Dunkelziffer wird aber höher geschätzt. Seit Anfang des Jahres waren vor dem Todesfall in Kassel nach RKI-Angaben bundesweit drei Menschen an Norovirus-Infektionen gestorben.

Zum Schutz vor Erkrankungen rät das RKI, den Kontakt zu betroffenen Patienten zu meiden. Wer ein erkranktes Familienmitglied zu Hause pflegt, sollte sich regelmäßig die Hände waschen. Außerdem sollten Gegenstände, Waschbecken oder Böden, die durch Erbrochenes beschmutzt wurden, mit Gummihandschuhen gründlich gereinigt werden. Kleidung, Handtücher und Bettwäsche der Erkrankten müssen bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. (dpa)