Monster-Orkane nur alle zehn bis 20 Jahre
20.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Betrachtet man die Stürme und Orkane der letzten 30 Jahre, so hat bislang weder deren Häufigkeit noch die Intensität zugenommen«, sagte Lux.
Auch in der Vergangenheit habe es oft stabile Westwetterlagen mit heftigen Stürmen über West- und Zentraleuropa gegeben. Anzeichen für den Klimawandel seien vielmehr der zu milde Winter und die großen Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik.
Orkan «Lothar» vom 26. Dezember 1999 habe in Süddeutschland zwar noch höhere Windgeschwindigkeiten gebracht, er sei allerdings deutlich kleinräumiger gewesen als «Kyrill», sagte Lux.
Die stärkste Windböe wurde am Donnerstagabend an der DWD-Wetterwarte Wendelstein mit 202 Kilometern pro Stunde gemessen, dicht gefolgt vom Brocken im Harz mit 198 Kilometern pro Stunde.
In vielen Regionen Deutschlands wehten orkanartige Böen der Stärke 11 mit rund 110 Kilometern pro Stunde. Wenige Gebiete waren mit Böen zwischen 90 und 100 Kilometern pro Stunde nicht ganz so stark betroffen, darunter das Rhein-Main-Gebiet sowie die Region im Dreieck Bremen, Hamburg und Hannover. (nz)

