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Tote bei Silvesterfeiern in Deutschland

01. Jan 2007 18:43
Aufräumarbeiten nach dem Jahreswechsel in Berlin
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Bei Feierlichkeiten zum Jahreswechsel hat es bundesweit viele Opfer gegeben. In Offenbach wurde mit einer Pistole in eine Menge geschossen. In Bayern starb ein Mann durch eine Rohrbombe. In Berlin überfuhr ein Zug drei Menschen.

Alkohol, Leichtsinn, Brutalität und Randale haben weltweit zum Jahreswechsel zu vielen Unfällen mit Toten und Verletzten sowie Millionenschäden geführt. In Offenbach gab ein Unbekannter während des Silvesterfeuerwerks vor einem Lokal mehrere Pistolenschüsse in eine Menschenmenge ab. Zwei Männer im Alter von 58 und 59 Jahren sowie eine 39-jährige Frau wurden nach Polizeiangaben verletzt. Nach dem Silvesterfest des Schützenvereins in Fresendorf im Kreis Bad Doberan verunglückten zwei Teilnehmer unabhängig von einander tödlich mit ihren Autos. Einer von ihnen hatte einen Atemalkoholgehalt von 1,55 Promille.

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Die Explosion einer selbst gebastelten Rohrbombe tötete im oberbayerischen Wonneberg im Landkreis Traunstein einen 23-Jährigen. Im mittelfränkischen Roth starb ein 40 Jahre alter Mann, als er nach Polizeiangaben versuchte, Gas in eine Plastiktüte zu füllen und das Ganze explodierte. Ein Sechsjähriger erlitt schwere Verletzungen, als sich eine fehlgeleitete Feuerwerksrakete in seiner Jacke verhakte. Mit schweren Verbrennungen am Kopf und Oberkörper wurde er in eine Spezialklinik nach Hannover gebracht. Im Kanton Aargau in der Schweiz starb ein 27-jähriger Mann: Er hatte sich über Feuerwerkskörper gebeugt, um sie beim Entzünden vor Wind zu schützen. Sie explodierten und zerfetzten sein Gesicht.

Zug überfuhr mehrmals Menschen

In Berlin gab es zwei schwere S-Bahn-Unfälle: Erst wurden zwei Jugendliche von einem Zug erfasst und schwer verletzt. Nach rund einer Stunde fuhr der Zug weiter. Im nächsten Bahnhof überfuhr dieselbe Bahn mit neuem Fahrer einen 17-Jährigen, der auf den Gleisen lief. Der junge Mann war sofort tot.

Bei Auseinandersetzungen mit gewalttätigen Jugendlichen wurden in Leipzig zehn Polizisten verletzt. Rund 150 bis 200 junge Menschen warfen laut Polizei mit Steinen und Flaschen und beschossen die Beamten mit Silvesterraketen. 13 Randalierer wurden festgenommen. In Dresden zogen rund 100 Schläger durch ein Kneipenviertel, acht von ihnen kamen laut Polizei in Gewahrsam. Mehr als 100 Polizisten waren im Einsatz.

Frau stirbt bei Hausbrand

Vermutlich eine Silvesterrakete setzte ein Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert in der Gemeinde Vechelde bei Braunschweig in Flammen; es wurde erheblich beschädigt. Aus bislang ungeklärter Ursache brannten im bayerischen Riedenburg zwei landwirtschaftliche Maschinen- und Lagerhallen nieder: Sachschaden rund eine Million Euro.

Bei einem Hausbrand in Langenselbold (Hessen) kam eine Frau ums Leben, mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Laut Polizei in Offenbach rannte ein Mann ins brennende Haus zurück, um im Dachgeschoss die Frau zu retten. Für sie kam aber jede Hilfe zu spät, der Mann wurde bei der Aktion schwer verletzt. Auch in Gnadau/Schönebeck (Sachsen-Anhalt) geriet ein Einfamilienhaus in Brand; eine Frau starb, zwei Menschen wurden schwer verletzt.(nz)

 
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