28. Dez 2006 13:43, ergänzt 15:00
Wissenschaftler befürchten, Eisbären könnten als Folge der Klimakatastrophe bis Ende des Jahrhunderts aussterben. Der US-Innenminister will sie nun auf die Liste der bedrohten Tiere setzen.
Nach Angaben des Innenministeriums sind die Polareiskappen in den vergangenen zwei Jahrzehnten um 20 Prozent abgeschmolzen. Damit werde es für die in der Nordpolarregion lebenden Eisbären immer schwieriger, auf Eisschollen im Wasser zu treiben, zu jagen und Jungtiere aufzuziehen. In der Hudson Bay in Kanada sei die Population bereits um 20 bis 22 Prozent zurückgegangen. Der Eisbär kann nach Schätzungen des Innenministeriums bereits Mitte des Jahrhunderts vom Aussterben bedroht sein.«Eisbären gehören zu den letzten Überlebenden in der Natur, die unter rauesten Umweltbedingungen leben und gedeihen können», sagte Kempthorne. Weltweit lebten rund 20.000 bis 25.000 Eisbären. 4700 davon in Alaska.
Die internationale Naturschutzunion hatte den Eisbär in diesem Jahr auf der aktuellen Roten Liste wieder in die Gruppe der bedrohten Tierarten hochgestuft, nachdem er vor zehn Jahren heruntergestuft worden war. Der US-Kongress hat Anfang Dezember einen Vertrag mit Russland verabschiedet, wonach die zwischen beiden Ländern pendelnden Tiere besser geschützt werden sollen.