netzeitung.deFür Nikolaustag Amoklauf in Schule angekündigt

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An der Schule des Amoklaufs vom November (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe An der Schule des Amoklaufs vom November
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Baden- württembergische Schulen sind am Nikolaustag besonders auf der Hut: Im Internet hat eine unbekannte Person einen Amoklauf angekündigt. Die Polizei nimmt den Hinweis durchaus ernst.

Wegen eines im Internet angekündigten Amoklaufs hat das baden-württembergische Kultusministerium alle Schulen des Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Das Ministerium teilte am Dienstagabend mit, eine anonyme Person habe im Internet angekündigt, am morgigen Nikolaustag in einer Schule in Baden-Württemberg Amok zu laufen. Die Polizei könne die Ernsthaftigkeit der Drohung derzeit nicht abschließend bewerten, und man wisse nicht, welche Schule gemeint sei. Die Polizei soll verstärkt die Schulen bewachen.

In der Mitteilung des Ministeriums hieß es, zwei Realschüler aus Rheinland-Pfalz hätten vor einigen Tagen im Internet beim Spielen des Ego-Shooters «Counter Strike» Kontakt mit einer anonymen Person gehabt, die am Spiel teilgenommen habe. Im Verlauf des Spiels habe die Person im zugeschalteten Chat angekündigt, am Nikolaustag in ihrer Schule Amok zu laufen. Auf Nachfrage habe die Person erklärt, dass es ihr Ernst damit sei. Die Schüler hätten sich nach einigen Tagen über ihre Schulleitung an die Polizei in Rheinland-Pfalz gewandt.

Verstärkt Streife fahren
Die Polizei habe die anonyme Person bisher nicht ermitteln können, hieß es. Auch könnten Schule und Schulort nicht näher eingegrenzt werden. «Über die Ernsthaftigkeit der Androhung kann die Polizei derzeit keine abschließende Bewertung abgeben», hieß es.

Die Polizei werde zu den Schulzeiten verstärkt Streife fahren und darüber hinaus mit den Schulen telefonisch Kontakt aufnehmen und örtliche Ansprechpartner benennen. Auch die Eltern bitte man, besonders aufmerksam zu sein und Auffälligkeiten vertraulich der Polizei zu melden.

Am 21. November hatte ein 18-Jähriger bei einem Amoklauf an seiner Realschule im nordrhein-westfälischen Emsdetten 37 Menschen durch Schüsse und Rauchgas verletzt und dann sich selbst erschossen. Wenige Tage später war ein Berliner Schüler unter dem Verdacht festgenommen worden, einen Amoklauf vorbereitet zu haben. Im südpfälzischen Herxheim war kurz danach ein 16-jähriger Gymnasiast ins Visier der Polizei geraten, weil Mitschüler unter seinem Namen verfasste Drohungen gegen sieben namentlich genannte Lehrer im Internet gefunden hatten. Die Ermittler gingen später aber von einem Dumme-Jungen- Streich aus. (AP)