27.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Döner
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein Mitarbeiter eines Dönerspieß-Herstellers aus Braunschweig hat ausgesagt, für seine Firma gammeliges Fleisch mit frischem gemischt zu haben. Die Polizei konfiszierte daraufhin die gesamte Ware.
Lebensmittelkontrolleure haben mehr als 5,5 Tonnen Döner-Fleisch in einem Kleinbetrieb in Braunschweig sichergestellt. Proben des Tiefkühlfleisches würden derzeit vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit analysiert, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover.
Nach Angaben der Stadt Braunschweig fiel der Betrieb schon in der vergangenen Woche bei einer Routinekontrolle auf. Weil die Lebensmittelkontrolleure auf hygienische Mängel stießen, nahmen sie das Unternehmen genauer unter die Lupe. Dabei stießen sie auf 230 Kilo tiefgefrorenes Rind- und Schweinefleisch, das verdorben aussah. Ein Mitarbeiter der Firma hatte zudem erklärt, das optisch auffällige Fleisch mit frischem gemischt und zu Döner-Spießen verarbeitet zu haben.
Die Kontrolleure hätten deshalb die gesamte Produktion des Betriebes sichergestellt und davon Proben genommen, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Fleischproben wurden am Montag zum niedersächsischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz in Oldenburg gebracht.
Der Betrieb ist vorläufig geschlossen worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft weitere Schritte gegen den Inhaber: Die Entscheidung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens hänge auch von den Ergebnissen der Fleischuntersuchungen ab, hieß es von der Behörde. (nz)