netzeitung.deEmsdettener Schüler auf andere Schulen verteilt

 Herausgeber: netzeitung.de

Die Geschwister-Scholl-Schule eine Woche nach dem Anschlag (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Geschwister-Scholl-Schule eine Woche nach dem Anschlag
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Gebäude der Geschwister-Scholl-Schule ist nach der Amokattacke eines Ex-Schülers immer noch nicht beziehbar. Für die Schüler geht der Unterricht seit Montag trotzdem weiter.

Eine Woche nach dem Amoklauf im münsterländischen Emsdetten haben die 700 Schüler am Montag erstmals wieder regulären Unterricht gehabt. Der Unterricht findet allerdings vorerst nicht in der Geschwister-Scholl-Schule statt. Die Schüler seien auf andere Schulen der Stadt verteilt worden, sagte eine Stadtsprecherin am Montag. Die Renovierung des unter anderem von Rauchbomben gezeichneten Schulgebäudes werde noch bis Jahresende andauern.

Bei dem Amoklauf waren unter anderem zahlreiche Türen beschädigt worden. Der Täter hatte auch Rauchbomben gezündet. «Auch wenn nur einige Türen in Mitleidenschaft gezogen wurden, sollen alle ausgewechselt werden», sagte die Sprecherin. Zudem gehe es darum, die Wände anders zu streichen. «Es soll nichts mehr an die Ereignisse erinnern.»

Ermittlungen laufen
In der Schule hatte ein 18 Jahre alter Ex-Schüler am 20. November um sich geschossen und sich dann selbst getötet. 37 Menschen wurden bei der von dem Einzelgänger akribisch geplanten Tat verletzt.

Der bei dem Amoklauf angeschossene 55 Jahre alte Hausmeister sowie ein 13 Jahre alter Schüler lagen am Montag nach wie vor im Krankenhaus. Alle anderen Verletzten hatten die Kliniken bereits in der vergangenen Woche wieder verlassen können.

Unterdessen setzt die Staatsanwaltschaft Münster ihre Ermittlungen zu dem Amoklauf fort. Nach wie vor seien allein 15 Beamte damit beschäftigt, das Internet auf weitere Hinweise zu durchsuchen, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer am Montag. Nähere Angaben zum Stand der Ermittlungen wollte er nicht machen. Der 18 Jahre alte Täter hatte sich zwei Waffen legal über das Internet besorgt. Die Herkunft der dritten Waffe ist noch ungeklärt. (nz)