22. Nov 2006 13:21
«Bilder von unerklärlichem Hass» hat der katholische Bischof im Gedenkgottesdienst zum Amoklauf in Emsdetten wach gerufen. Der evangelische Pastor appellierte an Schüler, Lehrer und Angehörige, füreinander Zeit zu haben.
Geistliche der evangelischen und katholischen Kirche schlossen in ihre Fürbitten auch den Attentäter und dessen Hinterbliebene ein. «Wir sind erschrocken über eine solche Ausweglosigkeit», sagte der katholische Regionalbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Schülern und Lehrern hätten sich «Bilder von unerklärlichem Hass und blinder Zerstörungswut geboten.»Die Tat von Emsdetten habe viele Debatten ausgelöst, sagte der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß. «Das ist alles richtig. Aber treffen sie auch den Kern des Problems?», fragte er. Es gehe darum, füreinander da zu sein, Zeit füreinander zu haben. «Das ist schwerer, als Videospiele und Gewalt zu verbieten», sagte der Präses.