20. Nov 2006 17:49, ergänzt 03. Sep 2007 10:47
Nicht nur in Blacksburg, schon weit früher versetzten Schüler ihre Umgebung mit Waffengewalt in Angst und Schrecken. Seit dem Massaker an der Columbine High School im US-Bundesstaat Colorado im Jahr 1999 gab es viele derartige Fälle:
16. April 2007: Ein 23-jähriger südkoreanischer Student erschießt in der Technischen Universität in Blacksburg im Bundesstaat Virginia 32 Studenten und Lehrkräfe. Beim Eintreffen der Polizei tötet sich der Täter selbst.20. Nov. 2006: Ein 18-Jähriger stürmt seine ehemalige Realschule im nordrhein-westfälischen Emsdetten und verletzt mehrere Menschen durch Schüsse, bevor er sich selbst tötet. Insgesamt erleiden 37 Menschen Verletzungen.
2. Oktober 2006: Ein 32-jähriger Mann dringt in den Unterrichtsraum der Amish-Gemeinschaft im US-Staat Pennsylvania ein, trennt die Schülerinnen von den Schülern und erschießt fünf Mädchen und sich selbst. Mindestens fünf Personen werden verletzt.
29. September 2006: Ein 15-Jähriger dringt mit zwei Waffen in die Weston Schools in der Gemeinde Cazenovia im Staat Wisconsin ein und tötet den 49-jährigen Schulleiter. Nach seiner Festnahme sagt der Jugendliche, er sei von seinen Mitschülern wiederholt gehänselt worden
25. September 2006: Bei einer Geiselnahme in einer Schule in Bailey im US-Bundesstaat Colorado tötet der 54 Jahre alte Täter ein 16-jähriges Mädchen und nimmt sich dann das Leben.
25. August 2006: Ein 26-Jähriger erschießt eine Lehrerin an einer Grundschule in Essex (Vermont) und verletzt eine weitere schwer. Auf dem Weg in die Schule hatte der Täter eine 57-Jährige getötet. Später verletzt der Mann einen 26-Jährigen, ehe er die Waffe gegen sich selbst richtet. Er überlebt.
8. November 2005: Ein 15-jähriger Schüler erschießt an der Campbell County High School im US-Staat Tennessee einen Mitarbeiter der Schulleitung und verletzt zwei weitere Personen schwer.
21. März 2005: Nach tödlichen Schüssen auf seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin erschießt ein 16-jähriger Amokläufer in der Red Lake High School im US-Bundesstaat Minnesota sieben Menschen und verletzt mindestens fünf weitere. Danach tötet er sich selbst.
16. Januar 2005: Wegen schlechter Zensuren sollen ein 18-Jähriger und sein zwei Jahre älterer Bruder in Ahrensburg in Schleswig-Holstein eine Lehrerin in ihrer Wohnung erstochen haben. Der ältere Bruder wird im Oktober 2005 wegen Mordes zu acht Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Gegen den Jüngeren läuft ein zweiter Prozess.
22. November 2004: Ein 16-Jähriger erschießt vor einer Highschool in Philadelphia einen Gleichaltrigen und verwundet drei weitere Schüler.
2. Juli 2003: Ein 16-jähriger Realschüler, dessen Versetzung gefährdet ist, schießt im fränkischen Coburg auf seine Klassenlehrerin und eine Schulpsychologin. Danach tötet sich der Jugendliche selbst. Die 41 Jahre alte Lehrerin bleibt unverletzt, die 52-jährige Psychologin wird am Oberschenkel getroffen.
26. April 2002: Der 19-jährige Robert Steinhäuser richtet ein Blutbad am Erfurter Gutenberg-Gymnasium in Thüringen an. Er tötet zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen Polizisten. Dann erschießt er sich selbst. Er war der Schule verwiesen worden.
19. Februar 2002: In einer Berufsschule im bayerischen Freising tötet ein 22-Jähriger den Direktor und verletzt einen Lehrer schwer. Anschließend begeht der vorbestrafte ehemalige Schüler Selbstmord. Zuvor hatte er in einer Firma zwei Ex-Kollegen erschossen. Als Motiv gelten Rache und Hass.
17. Januar 2002: Ein erfolgloser, 43 Jahre alter Student tötet aus Wut über sein Scheitern an einer kleinen US-Universität in Grundy (Virginia) drei Menschen und verletzt drei weitere.
5. März 2001: In einer High School bei San Diego im Bundesstaat Kalifornien erschießt ein 15-jähriger Amokläufer zwei Mitschüler und verletzt 13 weitere Menschen. Der Schütze wird im August 2002 zu einer Haftstrafe verurteilt und kann frühestens mit 65 Jahren entlassen werden.
16. März 2000: Ein 16-jähriger Schüler schießt im bayerischen Brannenburg einem Internatsleiter in den Kopf. Der Täter war kurz zuvor der Anstalt verwiesen worden. Anschließend verletzt sich der Jugendliche selbst schwer. Das 57-jährige Opfer stirbt sechs Tage später.
12. März 2000: Ein 19-Jähriger erschießt nach einer Tanzveranstaltung an der Beach High School in Savannah (Georgia) einen Gleichaltrigen und feuert in die Menge. Ein 16-Jähriger stirbt später im Krankenhaus.
29. Februar 2000: Ein erst sechs Jahre alter Junge erschießt in der Grundschule von Mount Morris (Michigan) eine gleichaltrige Mitschülerin.
9. November 1999: Im sächsischen Meißen stürmt ein 15 Jahre alter Gymnasiast in ein Klassenzimmer und tötet seine 44-jährige Lehrerin mit 21 Messerstichen. Der Schüler leidet laut Gutachten an einer Störung der Persönlichkeitsentwicklung. Eines der Motive für die Tat soll eine Wette unter mehreren Schülern gewesen sein.
20. April 1999: Beim größten von Teenagern in US-Schulen je angerichteten Massaker töten ein 18-Jähriger und ein 17-Jähriger in der Columbine High School in Littleton im Bundesstaat Colorado zwölf ihrer Mitschüler und einen Lehrer. 24 weitere Schüler werden bei dem Blutbad zum Teil lebensgefährlich verletzt. Nach dem Amoklauf erschießen sich die Täter selbst.
24. März 1998: Ein Elfjähriger und ein 13-Jähriger erschießen an einer Schule in Jonesboro in Arkansas vier Mädchen und einen Lehrer und verwunden zehn weitere Personen.
15. August 1996: Ein Student erschießt offenbar aus Wut über Kritik an seiner Diplomarbeit an der Staatsuniversität von San Diego (Kalifornien) drei Professoren. (dpa/nz)