Täter nach Überfall auf Realschule in NRW tot
20. Nov 2006 11:26, ergänzt 13:17
 |  Ein Polizist vor der Realschule in Emsdetten | Foto: dpa |
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Der Überfall auf die Realschule in Emsdetten ist beendet. Spezialisten entschärfen derzeit noch selbstgebastelte Sprengsätze des toten Geiselnehmers.
Der Maskierte, der am Montag in eine Schule in Emsdetten in Nordrhein-Westfalen eingedrungen ist, ist tot. Das teilte die Polizei in Münster mit. Unklar blieb zunächst die Todesursache: Die Beamten hätten ihn nicht erschossen, sagte ein Behördensprecher.An der Leiche des Täters befinden sich laut Polizei selbstgebastelte Sprengsätze. Sie müssten von Spezialisten entschärft werden.
Mehrere Schüsse gefallen
Nach Behördenangaben hatte der Mann in der Schule mit einer Waffe mehrfach geschossen. Es habe auch eine Explosion in der Schule gegeben, hieß es. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden acht Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Über die Art der Verletzungen lagen zunächst keine Informationen vor.Das Schulgebäude wurde der Polizei zufolge evakuiert. «Alle Kinder sind in Sicherheit», sagte ein Sprecher. Die Hintergründe der Tat waren am Montagmittag noch unklar. Offen blieb zunächst auch, ob der Mann in der Schule Geiseln in seiner Gewalt hatte.
Täter ehemaliger Schüler?
Der Täter war laut Polizei in Steinfurt gegen 9:30 Uhr in das Schulgebäude eingedrungen. Demnach kam es dabei zu Auseinandersetzung mit einer Lehrerin und einem Hausmeister. Bei dem Mann handele es sich um einen ehemaligen Schüler, sagte ein Lehrer dem Westdeutschen Rundfunk (WDR).Wie der Sender unter Berufung auf den Lehrer weiter berichtete, konnten die meisten Schüler das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule schnell verlassen. Sie seien in einem benachbarten Schulgebäude sowie auf einer angrenzenden Wiese in Sicherheit gebracht worden. Einige Kinder seien durch Streifschüsse verletzt worden. Unbestätigten Informationen zufolge sollen auch der Hausmeister der Schule sowie eine Lehrerin verletzt worden sein. (nz)