netzeitung.deMario M. ist nicht verhandlungsfähig

 Herausgeber: netzeitung.de

Mario M wird von SEK Beamten dem Untersuchungsrichter vorgeführt (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mario M wird von SEK Beamten dem Untersuchungsrichter vorgeführt
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Gericht hat den Fall Stephanie bis Ende des Monats vertagt: Seine Flucht aufs Gefängnisdach hatte den Angeklagten zu sehr geschwächt.

Der Prozess um die Entführung und Vergewaltigung der 14-Jährigen Stephanie ist bis zum 21. November ausgesetzt worden. Das teilte das Landgericht Dresden am Donnerstag mit. Der Angeklagte Mario M. sei von einem Amtsarzt für nicht verhandlungsfähig erklärt worden, hieß es zur Begründung.

M. hatte sich am Montagmorgen um 03:45 Uhr nach seiner Flucht auf ein Dach der Justizvollzugsanstalt zurück in seine Zelle bringen lassen. Um 9 Uhr wurde er begleitet von sieben Polizisten eines Sondereinsatzkommandos in den Verhandlungssaal geführt. Er trug Handschellen und Fußfesseln.

Der Arzt erklärte, der Angeklagte habe nach seiner 20-stündigen Flucht Gleichgewichtsstörungen und Ermüdungserscheinungen. M. habe vergangenen Sonntag das letzte Mal etwas gegessen.

Ursprünglich war auch der Auftritt des Opfers von Stephanie als Zeugin am Donnerstag vorgesehen. Ihr Vater hatte jedoch erklärt, nach der Flucht des Angeklagten aufs Gefängnisdach sei ihre Sicherheit nicht gewährleistet. (nz)