Vater will Stephanie von Gericht fernhalten
08.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
«Ich will erstens nicht, dass meine Tochter den totalen Rückschlag kriegt», klagte der Vater. «Und zum Zweiten: Meine Tochter braucht nicht mehr auszusagen. Dazu braucht sie nichts mehr zu sagen. Das langt, was hier abläuft.» Er müsse nun offenkundig selbst für die Sicherheit seiner Familie sorgen. «Ich kann mich hier auf niemanden mehr verlassen - es ist traurig, aber wahr.»
Im Übrigen gehe aus den Akten hervor, dass der Angeklagte Mario M. früher im Gefängnis schon einmal solch einen Fluchtversuch unternommen habe. Es sei unvorstellbar, dass dieser Mann jetzt Freigang im Hof bekommen habe. Stephanie werde von der Familie und Freunden streng abgeschirmt. «Wir lassen uns das, was wir wieder aufgebaut haben, nicht wieder kaputt machen», so Rudolph.
Im Gespräch mit der «Bild»-Zeitung zeigte sich Stephanies Vater versöhnlich: «Ich versuche lieber, meinen Hass in positive Gefühle für Stephanie umzuwandeln.» Er könne aus Wut über das, was der «Kerl» seiner Tochter angetan habe «gegen eine Wand laufen. Aber das bringt ihr nun nichts mehr.» (nz)

