02.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ein von rätselhaftem Lochfraß befallener 50-Euro-Schein
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Schon im Juni Scheine gefunden Das erste Mal tauchte einer der auf rätselhafte Weise zerstörten Geldscheine am 21. Juni bei der Landesbank auf. Am 14. Juli waren es zwei 5-Euro-Scheine bei der Dresdner Bank in Potsdam. Anfangs sei die Polizei noch von Einzelfällen ausgegangen. Doch seit August fände man immer mehr «gebrochene Noten», wie die zerstörten Scheine offiziell genannt werden. In ganz Deutschland Die Chemikalien-Scheine kursieren in ganz Deutschland. Unter den 17 bisher betroffenen Städte waren neben Berlin und Potsdam Karlsruhe, Würzburg, Frankfurt/ Oder, Magdeburg, Kiel, Bad Mergentheim, Düsseldorf, Gießen, München, Cottbus, Rostock, Leipzig, Erfurt, Koblenz und Freiburg. Der Zersetzungsprozess der Banknoten wird erst durch die Berührung mit der Hand ausgelöst, vermuten Chemiker. Sie nehmen an, schreibt die «Bild»-Zeitung weiter, dass die Scheine mit einem Sulfat-Salz gepudert worden sind. In Verbindung mit Feuchtigkeit wie zum Beispiel durch Handschweiß könne es sich zu Schwefelsäure entwickeln. Für diese Annahme spreche, dass sich die Scheine erst nach einiger Zeit auflösen. Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten die Scheine auch gestohlen worden sein. Banknoten würden häufig zum Schutz vor Diebstählen vor einem Transport imprägniert, zum Beispiel mit roter Farbe, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in Frankfurt. Es sei möglich, dass Geldräuber versucht hätten, die Imprägnierung chemisch zu entfernen. Bei normalem Umgang mit den Scheinen besteht nach Auskunft des LKA aber keine Gesundheitsgefahr. (nz)
In zahlreichen deutschen Städten kursieren Euro-Geldscheine, die sich selbst zersetzen. Die Scheine könnten nachträglich mit Chemikalien behandelt worden sein, sagte die Sprecherin der Deutschen Bundesbank, Elke Martens, am Donnerstag.
Die Scheine seien «nach der Entnahme aus Geldautomaten brüchig geworden», so Martens. Mehr als 1500 dieser Fälle sind inzwischen bekannt geworden. Sie bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Die Ermittler schlössen einen Herstellungsfehler der Bundesdruckerei aus, sagte die Bank-Sprecherin. Die Landeskriminalämter Berlin und Rheinland-Pfalz ermittelten.
Die Banknoten, hauptsächlich 50-Euro-Scheine, seien «nach einem amtlichen Gutachten mit Schwefelsäure in Kontakt gekommen, wobei die beobachteten Zerstörungen entstehen», berichtet die «Bild»-Zeitung.
Schon im Juni Scheine gefundenDas erste Mal tauchte einer der auf rätselhafte Weise zerstörten Geldscheine am 21. Juni bei der Landesbank auf. Am 14. Juli waren es zwei 5-Euro-Scheine bei der Dresdner Bank in Potsdam.
Anfangs sei die Polizei noch von Einzelfällen ausgegangen. Doch seit August fände man immer mehr «gebrochene Noten», wie die zerstörten Scheine offiziell genannt werden.
In ganz DeutschlandDie Chemikalien-Scheine kursieren in ganz Deutschland. Unter den 17 bisher betroffenen Städte waren neben Berlin und Potsdam Karlsruhe, Würzburg, Frankfurt/ Oder, Magdeburg, Kiel, Bad Mergentheim, Düsseldorf, Gießen, München, Cottbus, Rostock, Leipzig, Erfurt, Koblenz und Freiburg.
Der Zersetzungsprozess der Banknoten wird erst durch die Berührung mit der Hand ausgelöst, vermuten Chemiker. Sie nehmen an, schreibt die «Bild»-Zeitung weiter, dass die Scheine mit einem Sulfat-Salz gepudert worden sind. In Verbindung mit Feuchtigkeit wie zum Beispiel durch Handschweiß könne es sich zu Schwefelsäure entwickeln. Für diese Annahme spreche, dass sich die Scheine erst nach einiger Zeit auflösen.
Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten die Scheine auch gestohlen worden sein. Banknoten würden häufig zum Schutz vor Diebstählen vor einem Transport imprägniert, zum Beispiel mit roter Farbe, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in Frankfurt. Es sei möglich, dass Geldräuber versucht hätten, die Imprägnierung chemisch zu entfernen. Bei normalem Umgang mit den Scheinen besteht nach Auskunft des LKA aber keine Gesundheitsgefahr. (nz)