31. Okt 2006 18:57
Ob es eine Rudi-Dutschke-Straße in Berlin geben wird, ist noch nicht entschieden. Dennoch wird der Name einer der charismatischsten Figuren der 1968er Studentenbewegung bald in einem Stadtplan der Hauptstadt stehen.
Die Proteste und Bürgerbegehren gegen den Beschluss des Bezirksparlaments hätten in der Neuauflage nicht mehr berücksichtigt werden können, jedoch werde das in einer Auflage im Frühjahr 2007 rückgängig gemacht, um den weiteren Verlauf in diesem Fall abzuwarten.Im September hatte das zuständige Bezirksamt ein Bürgerbegehren gegen die geplante Umbenennung angenommen. Bis zum 21. Januar soll es einen Bürgerentscheid über die Umbenennung eines Teils der Kochstraße geben, in der auch die Verlage Axel Springer und der «tageszeitung» mit ihrem Rudi-Dutschke-Haus liegen.
Der im April 1968 bei einem Attentat auf dem Kurfürstendamm schwer verletzte Dutschke gehörte zu den Protagonisten der Studentenrevolte, der so genannten 68er Bewegung, die sich auch gegen den Medieneinfluss des Axel-Springer-Verlags richtete. Dutschke erlag Heiligabend 1979 im Alter von 39 Jahren den Spätfolgen des Attentats. (nz)