Südkoreaner nach Atomtest auf Sex fixiert
Die Nachfrage nach Kondomen und Zimmern in Stundenhotels ist in Südkorea in den Tagen nach dem nordkoreanischen Atomtest deutlich angestiegen. Ob ein direkter Zusammenhang besteht, ist unklar. Der Leiter des Koreanischen Instituts für Geschlechtserziehung sagte jedoch, es sei nicht ungewöhnlich, dass Menschen in Krisenzeiten Trost in den Armen eines Partners suchten. Sex werde zum Stressabbau genutzt, sagte Seong Gyeong Won am Donnerstag.
Die südkoreanische Regierung will unterdessen den Sanktionen der Vereinten Nationen gegen Nordkorea folgen und bereitet entsprechende Reisebeschränkungen vor. Vereinigungsminister Lee Jong Seok kündigte am Donnerstag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Yonhap an, dass neben einem Einreiseverbot für bestimmte Funktionäre des Nachbarstaates auch der innerkoreanische Handel stärker kontrolliert werden solle als bisher. Die kommunistische Regierung im Norden hatte Südkorea am Mittwoch davor gewarnt, sich den internationalen Sanktionen anzuschließen. Dies könnte zu einem völligen Zusammenbruch der Beziehungen zwischen beiden koreanischen Staaten führen, hieß es in einer Erklärung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA.
Laut einem Bericht des südkoreanischen Verteidigungsministeriums hat der Norden vermutlich bis zu 50 Kilogramm Plutonium gewonnen, ausreichend für bis zu sieben Atombomben. Außerdem arbeite das Regime an einem kleinen Atomsprengkopf, der von einer ballistischen Rakete transportiert werden könne. (AP)

