Warnschüsse auf deutsches Schiff vor Polen
«Wir bemühen uns um Klärung», sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts der «Ostsee-Zeitung». Die Bundespolizei bestätigte, dass das Schiff während einer Kontrolle mit drei polnischen Zöllnern an Bord nach Deutschland zurückgekehrt war. Nach Angaben der Reederei Sven Paulsen wurde es dabei vom polnischen Grenzschutz verfolgt.
Der Neubrandenburger «Nordkurier» berichtete, polnische Sicherheitskräfte hätten über die «Adler Dania» hinweggeschossen. Besatzungsmitglieder gingen demnach davon aus, dass aus Maschinenpistolen und Gewehren geschossen worden sei.
Die «Adler-Dania» wurde inzwischen vom polnischen Grenzschutz auf die Liste der unerwünschten Schiffe gesetzt. Die Reederei teilte mit, sie habe Anzeige gegen drei Uníformierte wegen illegalen Aufenthalts an Bord erstattet. Demnach wollten die Männer Spirituosen an Bord konfiszieren, konnten sich aber nicht ausreichend ausweisen.
Die Reederei erklärte, bereits im Sommer 2004 und Anfang Oktober 2006 hätten polnische Zöllner rund 560.000 Zigaretten unberechtigt beschlagnahmt. Die Firma hatte erst Ende September den Schiffsverkehr nach Polen aufgenommen, nachdem ein jahrelanger Streit mit den polnischen Behörden um die Nutzung der Seebrücke beendet worden war. (nz)

