Tierfilmer Sielmann gestorben
Bekannt wurde Sielmann vor allem mit der von ihm moderierten und konzipierten Fernsehreihe «Expeditionen ins Tierreich», die von 1965 bis 1991 in der ARD lief. Auch im Privatfernsehen setzte er sich für den Schutz der Tiere und Umwelt ein und war mit Naturfilmen bei RTL und SAT.1 präsent. Nach Angaben der Stiftung wurden bis heute mehr als 250 Folgen seiner Tierdokumentationen ausgestrahlt. Sein Werk prägte Generationen.
Die Grünen äußerten Bedauern: «Mit Heinz Sielmann verliert unser Land einen Aufklärer und Vorreiter im Dienste der Natur», sagten die Parteichefs Reinhard Bütikofer und Claudia Roth. Sielmann habe die Sensibilität der Menschen gegenüber der Natur und bedrohter Tierarten erhöht und ihnen die Schönheit der Natur nahe gebracht.
Der Tierfilmer, Filmproduzent und Publizist erhielt viele Preise - darunter den Deutschen Filmpreis, die Goldene Kamera und den Goldenen und Silbernen Bären der Berliner Filmfestspiele. Die Bundesrepublik ehrte sein Engagement unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern.
Seine Liebe zur Natur hatte Sielmann schon als Kind entwickelt. Der Vater war leidenschaftlicher Angler und Jäger. Doch der Sohn entschied sich für die Jagd mit der Kamera. Seine Karriere startete er 1938, als er mit 21 Jahren seinen ersten Film «Vögel über Haff und Wiesen» drehte. Etliche Filme später blickte der Forscher anlässlich seines 85. Geburtstages zufrieden zurück: «Es war mir vergönnt, mein Leben in der Natur zu verbringen.» (nz)

