netzeitung.deSilikonbusen- Trägerinnen neigen zu Selbstmord

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Falscher Busen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Falscher Busen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Laut einer kanadischen Studie versuchen sich Frauen mit Silikonbusen häufiger das Leben zu nehmen als solche mit naturbelassener Oberweite. Allerdings sind sie insgesamt gesünder.

Schönheitschirurgen sollten darauf achten, aus welchen Gründen sich Patientinnen unters Messer legen, sagt Dr. Jacques Brisson von der Laval-Universität in Kanada.

Brisson ist Mitautor einer Studie, die ein nicht wirklich überraschendes, aber dennoch beunruhigendes Ergebnis hat: Die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmordversuchs liegt bei einer Frau mit operativ vergrößerten Brüsten um 73 Prozent höher als beim Durchschnitt der Bevölkerung.

24.600 Frauen haben an der Untersuchung teilgenommen, berichtet der kanadische Onlinedienst «Psychomédia». Veröffentlicht wurde die Studie im «American Journal of Epidemiology».

Geringes Selbstbewusstsein
Das psychologische Profil einer Frau, die sich die Brust vergrößern lässt, zeige meist ein schwach ausgebildetes Selbstbewusstsein, so die Mediziner. Zuweilen hätten die Frauen Probleme, die die plastische Chirurgie nicht lösen könne. Dann sollten seine Kollegen die Patientinnen lieber an einen Psychologen verweisen, sagt Brisson.

Allerdings sei die Sterblichkeitsrate aufgrund von Krankheit bei den operierten Frauen wiederum niedriger. Es treten weniger Fälle von Brustkrebs und Herzerkrankungen auf, so die Studie. Das sei allerdings nicht auf die Implantate zurückzuführen, sondern auf die soziale Schicht der Frauen.

Gesünder als der Durchschnitt
«Zuerst einmal muss eine Frau in gesundheitlich guter Verfassung sein, um sich die Brüste operativ vergrößern zu lassen», so Brisson. «Außerdem haben Frauen, die sich Brustimplantate einpflanzen lassen, meist einen überdurchschnittlich hohen sozioökonomischen Status. Schon deshalb sind sie meistens gesünder als der Durchschnitt der Bevölkerung.» (nz)