netzeitung.deKeine Mohammed-Tötung bei Fest in Spanien

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Mit Feuerwerkskörpern werden in Spanien traditionell Puppen gefüllt - und explodieren dann (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mit Feuerwerkskörpern werden in Spanien traditionell Puppen gefüllt - und explodieren dann
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Bei Volksfesten in Spanien verzichten mehrere Städte auf die traditionelle Sprengung von Mohammed-Puppen. Die Veranstalter fürchten Proteste von Muslimen.

Aus Sorge vor einer Provokation von Muslimen haben die Organisatoren eines Volksfestes in Spanien in mehreren Städten die traditionelle Sprengung von Puppen des Propheten Mohammed abgesagt. Das berichtet am Montag die Zeitung «El País».

Die Feiern finden zum Gedenken an die Vertreibung der Mauren im Jahr 1492 statt. Sie sind vor allem im Südosten Spaniens populär.

Reaktion auf Karikaturenstreit
Entscheidend für die Programmänderung sei die weltweite Empörung über die Mohammed-Karikaturen gewesen, schreibt die Zeitung. So habe die Ortschaft Beneixama in der Nähe von Valencia darauf verzichtet, den Kopf einer Mohammed-Figur mit Feuerwerkskörpern zu sprengen.

Bürgermeister Antonio Valdes sagte dem Blatt, der Brauch sei nicht wichtig gewesen und man wolle nicht die Gefühle anderer verletzen. Im Februar wurde bei einem ähnlichen Fest in Bocairent eine Mohammed-Figur zwar wie üblich von einer Burg gestürzt, aber ebenfalls nicht in die Luft gesprengt. In Spanien leben rund eine Million Muslime. (nz)