Kampusch brach früheren Fluchtversuch ab
09.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
«Einmal bin ich schon beim Gartentor hinausgerannt», sagte die 18- Jährige in einem Interview, das die «Kronen Zeitung» am Samstag veröffentlichte. «Das war wie bei diesen Leuten, die das Haus nicht verlassen können, obwohl es offen ist. Mir ist schwindlig geworden, ich habe nichts mehr sehen können, und ich bin so unauffällig wie möglich wieder zurückgegangen. Damit er nichts merkt».
Kampusch war am 2. März 1998 von Wolfgang Priklopil in Strasshof bei Wien entführt worden. Am 23. August war ihr die Flucht gelungen, ihr Kidnapper nahm sich noch am selben Tag das Leben. Er wurde am Freitag auf einem geheim gehaltenen Friedhof südlich von Wien anonym beerdigt.
Die junge Frau hatte zuvor mitteilen lassen, dass sie von den Geldern ihrer «Natascha Kampusch Foundation» «keinen einzigen Cent für sich beansprucht». Geplant sei, mit den Einkünften Hilfsprojekte zu unterstützen für Entführungsopfer, Hungernde in Afrika und verschleppte Frauen in Mexiko. (nz)

