Polizei sucht nach zweitem Kampusch-Entführer
«Das ist eine Zeugenaussage, die wir sehr ernst nehmen. Wir können sie nicht einfach wegwischen», sagte Lang. «Für uns heißt es jetzt ermitteln, ermitteln, ermitteln.» Demnach will die Polizei die Aussagen derjenigen, die Natascha vor ihrer Flucht vor zwei Wochen mit Priklopil gesehen haben wollen, mit den Angaben der 18-Jährigen vergleichen. Kampusch hatte berichtet, sie sei mehrfach mit ihrem Entführer in Geschäften, unter anderem einem Baumarkt, gewesen. «Geplant ist, dass die Gespräche mit Frau Kampusch weitergehen. Dann werden wir sie dazu fragen», sagte Lang.
Die Untersuchungen am Haus des Entführers in Strasshof konzentrieren sich auf die Suche nach vergrabenen Gegenständen. «Wir wissen zum Beispiel von einem Kühlschrank, der irgendwo unter der Erde liegen soll», erläuterte der Soko-Sprecher. «Dazu gibt es Hinweise auf einen Verteiler bei einer unterirdischen Elektroleitung.» Unterstützung erhält die Polizei dabei von einem Archäologen, der erkennt, ob Erdschichten in jüngster Zeit bewegt oder seit Jahrzehnten nicht verändert wurden. (nz)

