40 Tonnen «ranziges» Gammelfleisch gefunden
Die Razzia in dem Betrieb dauerte an. «Das ganze Ausmaß ist noch nicht absehbar», sagte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats. Bei dem am Donnerstag sichergestellten Fleisch hat sich der Verdacht auf verdorbene Ware bestätigt.
Mehrere Abnehmer der Ware, darunter Gaststätten und Imbissbuden in München, seien bereits kontrolliert worden. Ergebnisse lagen aber noch nicht vor. Zu den Kunden der Firma gehörten Gaststätten und Imbissstände in Deutschland und dem europäischen Ausland. Angesichts dieser Dimensionen würden auch die zuständigen EU-Behörden informiert, sagte der Sprecher.
Die Staatsanwaltschaft Essen hat am Donnerstag Anklage wegen Betrugs gegen einen Gelsenkirchener Fleischhändler erhoben. Er soll tonnenweise Gefrierfleisch, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen war, gekauft und an Fleischverarbeiter weiterverkauft haben, hieß es.. Auch 315 Tonnen Stichfleisch vom Schweinehals, das nicht für den Verzehr geeignet ist, habe er weiterverkauft.
In den vergangenen zwei Jahren hat es immer wieder große Lebensmittelskandale. In jüngster Zeit sind einige spektakuläre Fälle mit Fleischprodukten bekannt geworden, auch weil die Kontrollen immer genauer werden. (nz)

