16. Aug 2006 13:05
Ein verdächtiger Rucksack hat am Bahnhof Recklinghausen für Aufregung gesorgt. Ein Expertenteam untersuchte, ob das das Gepäckstück explodieren könnte. Hunderte Reisende mussten auf ihre Züge warten.
Der Hauptbahnhof von Recklinghausen ist am Mittwochvormittag wegen eines falschen Bombenalarms für mehr als eine Stunde gesperrt worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei in Essen mitteilte, hatte ein Zugbegleiter gegen 9:25 Uhr in der Regionalbahn von Essen nach Recklinghausen einen Rucksack entdeckt, der keinem Reisenden zuzuordnen war und die Polizei verständigt.Sicherheitskräfte evakuierten den Zug und räumten den Bahnhof. Anschließend schob eine Lok den Zug auf ein Abstellgleis, wo ein Sprengstoffhund und Experten das Gepäckstück untersuchten.
Die Spezialisten konnten bald Entwarnung geben. Der Rucksack enthielt keinen Sprengstoff, sondern lediglich einen Laptop, eine Digitalkamera und diverse Papiere. Er landete daraufhin im Fundbüro. Wegen der Sperrung des Bahnhofs kam es zu Verspätungen. 27 Züge mussten auf andere Strecken ausweichen.Ende Juli waren zwei Koffer mit Sprengsätzen in den Bahnhöfen Dortmund und Koblenz deponiert worden. Ein Koffer war in einem Zug der Linie Aachen-Hamm entdeckt worden. Der andere Koffer stammte aus einem Zug, der zwischen Mönchengladbach und Koblenz verkehrt. Die Funde machten die die Öffentlichkeit für herumstehende Gepäckstücke besonders sensibel. (nz)