09.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Regenwetter mit Windböen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Frau hat den russischen Wetterdienst wegen falscher Wettervorhersagen verklagt. Ungenaue Prognosen sind dort oft ein großes Ärgernis.
Da ihr Wochenendurlaub buchstäblich ins Wasser gefallen war, ist eine Bewohnerin der zentralrussischen Stadt Uljanowsk gegen die örtlichen Meteorologen vor Gericht gezogen. Statt der versprochenen 28 Grad ohne Niederschläge sei sie bei heftigem Regen nass bis auf die Knochen geworden, sagte die Frau der Moskauer Tageszeitung «Nowyje Iswestija».
Zudem habe sie sich erkältet. Bei einer entsprechenden Vorhersage hätte sie ihren Urlaub nie angetreten. Der Wetterdienst soll ihr nun die Reisekosten erstatten.
Meteorologen arbeiten wie vor 30 JahrenUngenaue Wettervorhersagen seien ein häufiges Ärgernis für Russlands Landwirte und Urlauber, schreibt «Nowyje Iswestija». Da der staatliche Wetterdienst stark unterfinanziert sei, arbeiteten die Meteorologen in den Regionen oft wie vor 30 Jahren. Messdaten würden von den einzelnen Wetterstationen stündlich per Fernschreiber an die Zentrale weitergegeben. Computer fehlten fast vollständig. (nz)