28.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
"Weltkarte des Glücks"
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Dänemark lebt es sich laut einer Studie am glücklichsten. Die Deutschen landen auf der «Weltkarte des Glücks» wesentlich weiter unten.
Die Dänen sind glücklicher als Menschen in 177 anderen Ländern der Welt. Das sagen zumindest Wissenschaftler der Universität Leicester, die eine «Weltkarte des Glücks» erstellt haben. Auf Platz zwei und drei landeten die Schweiz und Österreich. Deutschland kam im Vergleich der Nationen nur auf Platz 35, also auch noch auf einen der vorderen Plätze. Ganz unten auf der Skala sind vor allem afrikanische Länder wie Simbabwe und Burundi.
Die Deutschen sind dabei offenbar von Nationen umringt, die glücklicher sind als sie selbst. Außer den drei Spitzenreitern landeten auch noch Luxemburg, die Niederlande und Belgien vor der Bundesrepublik. Allerdings schneidet Deutschland im Vergleich mit anderen großen Industrienationen eher besser ab. Großbritannien kam auf Platz 41, Frankreich auf Platz 62 und Japan auf Platz 90. Noch weiter hinten liegen Länder wie Indien (125.) und Russland (167.).
Grundlage für die Studie, die am Freitag in London veröffentlicht wurde, sind die Daten von insgesamt mehr als hundert anderen Untersuchungen. Sie stammen unter anderem vom UN- Kinderhilfswerk, dem US-Geheimdienst CIA und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der Psychologe Adrian White verwendete auch Umfragen, in denen weltweit mehr als 80.000 Menschen auf Fragen nach Glück und Zufriedenheit Auskunft gaben. Die Antworten wurden dann mit Daten zu Wohlstand, Bildungs- und Gesundheitssystem verglichen.
«Glücksforscher» White stellte auch fest, dass bei der Einschätzung der eigenen Zufriedenheit die Gesundheit weltweit eine größere Rolle spielt als Wohlstand oder Bildung. Die drei Faktoren hingen aber sehr eng voneinander ab. In Ländern mit guter Gesundheitsversorgung, hohen Wachstumsraten und gutem Zugang zum Bildungssystem seien die Leute glücklicher als anderswo. (nz)