Die 75 Meter lange und 48 Meter breite Halle wurde so errichtet, dass das Dach auf 2,87 Meter hohen Holzpfeilern ruhte, die innen hohl waren. Deren Tragkraft schätzen die Konstrukteure wesentlich höher ein, als das Dachgebälk wirklich zu tragen imstand war. Ein weiteres Manko: Keiner prüfte im Laufe der Jahre, ob die Konstruktion noch ausreichend in Schuss war. Bei den Verdächtigten handelt es sich um vier ehemalige Mitarbeiter der Stadt Bad Reichenhall, zwei frühere Beschäftigte von Firmen, die am Bau des Daches beteiligt waren, und zwei Architekten und Bauingenieure. Kein Verdacht bestehe gegen die am Unglückstag für den Betrieb der Halle verantwortlichen Personen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ein Laie habe trotz der vom schneebedeckten Dach kommenden Geräuschen nicht mit dem Einsturz rechnen müssen. (nz)