netzeitung.deFelsbrocken vom Eiger gestürzt

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Staubwolken über dem Gelände, auf dem der Felsbrocken niederging (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Staubwolken über dem Gelände, auf dem der Felsbrocken niederging
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein etwa 400.000 Kubikmeter großes Felsstück hat sich von dem Schweizer Eiger-Gipfel gelöst. Als Grund vermuten Experten erhöhten Wasserdruck infolge der Hitze.

Ein riesiger Felsbrocken ist am Donnerstagabend vom Gipfel des Schweizer Bergs Eiger auf den Unteren Grindelwaldgletscher hinuntergestürzt. Das Stück war nach Angaben von Einsatzkräften rund 400.000 Kubikmeter groß. Zunächst waren die Helfer von 700.000 Kubikmetern ausgegangen.

Die Bewohner des Gletscherdorfes Grindelwald seien nicht in Gefahr gewesen, sagte Rettungsleiter Kurt Amacher dem Schweizer Fernsehen.
Weitere Felsstürze erwartet
Der Felssturz vom Eiger kam nicht unerwartet. Experten rechnen zudem damit, dass sich noch einmal die doppelte Menge Gestein von dem Gipfel löst. Amacher geht aber nicht davon aus, dass in den nächsten Tagen größere Blöcke abbrechen.

Am Donnerstagnachmittag war die so genannte Madonna vom Eiger gefallen, ein etwa 30 Meter hoher, schlanker Felsturm mit einem Volumen von etwa 600 Kubikmetern. Der instabile Fels um den Turm herum bröckelte schon seit Tagen. Weitere kleinere Felsstürze waren laut Amacher in der Nacht zum Freitag und in den Morgenstunden zu beobachten.

Hitze führt zu Wasserdruck im Fels
Nach Einschätzung des Rettungschefs haben Gewitter kaum Einfluss auf die Stabilität der Felsen. Dagegen dürfte die Hitze einen hohen Wasserdruck und damit mehr Bewegungen im Fels verursachen. (nz)